Gestern, nach nach dem Mittagessen, trieb es Johanna, Lukas und mich noch in den Wald. Wir wollten endlich mal schauen, ob es denn schon Schwammerl gibt. Normalerweise müssten ja die Eierschwammerl (Pfifferlinge) schon sprießen. Frohen Mutes machten wir uns mit Taschen bewaffnet in den Wald meines Onkels vom Wandlehenhof und trauten fast unseren Augen nicht: Da waren doch schon Schwammerl zu finden! Zu unserer Enttäuschung sind die meisten jedoch noch klein und sehr trocken, da es in den letzten Wochen doch ziemlich sonnig war. Diese Schwammerl ließen wir aber noch stehen, damit sie beim nächsten Regen noch etwas wachsen können und pflücken sie dann halt ein anderes Mal. Aber ein paar große leckere Eierschwammerl haben wir dann doch gefunden.
Dass es in Großarl auch E-Bikes zu verleihen gibt, das hatten wir Wirte schon länger gewußt. Aber dass damit solch “Sportskanonen” wie der “Lift Sepp” ohne Schweiss auf die Bichlalm kommt, das hätten wir uns nicht träumen lassen. Vom Sepp seinen Erzählungen motiviert hat auch uns Wirte der Eifer gepackt, und wir haben beim Thomas Lackner und beim anderen Sepp (Maier Sepp) angeklopft, ob wir nicht auch so eine Tour machen könnten. Erstes Resümee der beiden: Mit diesen sportlichen Körper geht sich wahrscheinlich nur eine der niedrigen Almen aus. Also sind der Franz und die Helga vom Hotel Almrösl, der Markus vom Großarler Hof, der Hannes von der Pension Dorfer, der Bruno von der Pension Neumayr und natürlich ich der Sepp vom Kinderhotel Waldhof mit technischer Begleitung vom Maier Sepp losgeradelt. Erster Halt war das Hotel Almrösl, wo der Maier Sepp mit leichten Seitenblick auf diverse Bäuche einen Akkuwechsel angeordnet hat. Dann gings den Hubalmweg hoch bis zur Kapelle, von wo wir zur Hirschgrubenalm abbogen. Nach ca. 35 min Fahrzeit erreichten wir die Hirschgrubenalm, wo zu meinem Erstaunen der Puls immer noch 120 hatte, und der Akku noch fast halbvoll war. Wenn ich Jäger wäre, würde ich mir so ein Gerät sofort kaufen, ohne Schweiß und Lärm zum Hochstand, doch es gibt sie auch zum ausleihen bei Intersport Lackner. Vielen Dank noch für die technische Begleitung und natürlich für den Verleih eines so tollen Sportgrätes.
Es gibt sie noch, die geschützten Blumen unserer Berge. Man muss nur wissen, wo sie zu finden sind. Hätte mich wer gefragt, wo kann man den Türkenbund sehen, wäre als Antwort wohl das Schödertal im Nationalpark Hohe Tauern oder am Jägersteig im Pitzach (Hochalmgebiet unterm Glaserer) gekommen. Doch bei meiner letzten Wanderunge auf die Arlspitze und dem Schuhflicker haben wir den Rückweg über den Lichtensteinkopf angetreten. Als wir am Kreuz eine Rast einlegten und den Blick nach Großarl genosssen, hatten wir auch den seltenen Türkenbund enteckt. Ein paar Meter weiter ist Richtung Aualm blühte auch noch der Enzian. Nicht der, den alle kennen, sondern der gelbe aus dessen Wurzel der Enzianschnaps gemacht wird. Nach so einer “naturnahen” Wanderung haben wir uns die Rast auf der Aualm gegönnt. Die Kinder konnten sich auf dem tollen Spielplatz vergnügen und ich freute mich auf meine Käsejause, die hier besonders lecker ist.
Heute vormittag haben wir 3 Mädels (Johanna, Katharina und ich) das herrliche Wetter genützt und machten eine kurze Wanderung. Direkt hintem Kinderhotel Waldhof beginnt der “Richtersteig”, ein wunderschöner Wanderweg durch Wald und Wiesen. Beim morgendlichen “Nordic Walking” mit unseren Gästen habe ich dort schon öfters Walderdbeeren entdeckt. Und diese wollten wir heute pflücken. Da es sich um eine “lange Wanderung” handelt (ca. 15 Minuten) musste natürlich auch ein Rucksack mit einer Stärkung mit.
Den ganzen Weg entlang fanden wir vereinzelt Walderdbeeren und die schmeckten lecker!!
Ein beliebtes Ziel bei den zahlreichen Wanderungen vom Kinderhotel Waldhof in Großarl ist die Niggeltalalm oder in der Mundart auch Igeltalalm genannt. Da der Fußweg für kleine Kinderfüße oft doch sehr anstrengend ist, haben wir auch wieder unsere zwei Ponys “Stygor” und “Eidfaxy” mitgenommen, die sich natürlich auf den Ausflug mit den Kindern auch immer sehr freuen. Nach ca. einer Stunde ist das Paradies für Kinder, Eltern und natürlich unsere Pferde schon erreicht. Die Mamas und Papas haben sich ihre Jause und eine Erfrischung verdient, die Pony haben mal zwei Stunden frei und die Kinder wissen sowieso nicht was sie zuerst machen sollen. Sandkiste, Hasengehege, Ententeich, Schaukel, Trampolin, Katzen, Hunde und natürlich das “Alte Wasserrad” lassen keine Langeweile aufkommen. Früher, bevor die Niggeltalalm ihr eigenes Wasserkraftwerk hatte, musste das Wasserrad den schweren “Rührkübel” (Butterfass) herumtreiben, damit aus der Sahne die Butter gewonnen werden konnte. Auch heute noch strahlt so ein Wasserrad eine große Faszination für alle Wanderer aus. Egal ob groß oder klein. Aber so ein Tag ist schnell vorbei und am Nachmittag brechen wir wieder auf zu unserem Tuffi, der hoffentlich noch wartet.
Jetzt ist der Almenspielplatz “Gaudi Alm” am Kinderhotel Waldhof schon mehr als ein Monat im Betrieb und auch unser verkehrsfreier Übergang hat seine Dienste aufgenommen. Bis auf einen Anstrich ist alles fertig und wird natürlich von Johanna, Katharina und den Gästen fleißig benützt. So kommen die kleinen und großen Gäste, ohne die Dorfstraße zu queren, bequem auf das riesige Spielplatzareal und was sie dort vorfinden, begeistert auch so manchen alten Hasen. Angefangen vom Streichelzoo, Sandspielplatz, Gokartplatz mit Tunnel, dem Almsee, das Kristallbergwerk, die Riesenschaukeln, und noch viel mehr kann man hier erleben. Aber überzeugt euch doch selbst!