Diesen Sommer wurde das „Großarl-Aktiv-Programm“ ins Leben gerufen und da sind verschiedene tolle Aktivitäten mit dabei. Wer mal eine anspruchsvollere Tour machen möchte, kann mit dem erfahrenen Nationalpark-Ranger eine tolleNationalparkwanderung übers Murtörlmachen. Dort wird nicht nur der Weg gezeigt, sondern man erfährt auch noch Interessantes über die Natur und die Umgebung. Andere erkunden die schöne Landschaft in Großarl lieber bei einer Fotowanderung. Und wer eine Alm mit dem Bike erfahren möchte, kommt bei einer geführten Mountainbiketour voll auf seine Kosten. Für diejenigen, die es lieber bequemer haben möchten, besteht auch die Möglichkeit eine E-Bike-Tour auf die Bichlalm zu machen. Wer allerdings lieber auf etwas mehr Action steht, der kann bei einer Wildwasser Raftingtour mitmachen – auch bei schlechtem Wetter immer ein Erlebnis! Habt ihr schon mal das Segway fahren ausprobiert? Man beschleunigt, bremst und lenkt einfach durch die Gewichtsverlagerung! Der Spaßfaktor ist da garantiert! Oder wie wär’s mit einer Klettersteigtour auf der Hüttschlager Wand? Gut gesichert geht’s los mit einem geprüften Bergführer über den Klettersteig „Kupfergeist“! Bei so tollen Aktivitäten fällt die Auswahl ziemlich schwer!
Gestern durften wir bei einer besonders lustigen Veranstaltung teilnehmen – beim Dirndlgwand-Weitsprung im Freibad von Grossarl. Organisiert wurde es vom “Edelweisshans” mit dem Vis àVis und um 16.00 Uhr ging es dann los. Pflicht für jeden Teilnehmer war ein Dirndlkleid und der Sprung vom 3-Meterbrett im Grossarler Freibad. Alles weitere war der Kreativität der “Springer” überlassen. Pluspunkte gab es für die Weite, die Originalität des Sprunges, die “Zusatzdeko” des Dirndls (Hut, Spitzenunterhose, Zöpfe, …). Ich habe ja schon viel gesehen, aber einige “Figuren” waren einfach zum Kaputtlachen! Die Sprungfigur, die zum Beispiel unser Bürgermeister Sepp Gollegger, der neue Geschäftsführer der Grossarler Bergbahn Josef Gruber, mein “Nicht-Schwimmer” Sepp und viele mehr zur Schau brachten, waren einfach köstlich. Ein ganz großes Lob an die Juniorchefin vom Hotel Edelweiss, Karin Hettegger, die sich bei der Dekoration und Sprungeleganz besonders viel Mühe gab! Aber für was lange erzählen – Bilder sagen ja bekanntlich mehr als 1000 Worte!
Ich vermute, bei der Haltungsnote vom Bürgermeister wurden sicher ein paar Punkte abgezogen – schließlich hieß es ja springen und nicht fallen lassen!
Nach dem trockenen Frühjahr war der Juni endlich wieder etwas durchwachsen. Die paar Regentage taten den Wiesen und Blumen und natürlich den Früchten der Gärten und des Waldes ganz gut. So beschlossen wir letzte Woche mit unseren Kindern ein paar Schwammerl (Pilze eigentlich nur Pfifferlinge, Stein- und Herrenpilze) in unseren Wäldern zu suchen, bevor sie uns jemand weggschnappt.
Katharina war beim Suchen nicht so ausdauernd, so musste ich “notgedrungen” mit ihr immer wieder eine Pause einlegen. Da wir beim Packen des Rucksackes das Bier für den Papa vergessen hatten beschlossen wir, die nächste Almhütte anzusteuern. Doch Johanna hatte beim Schwammerlsuchen noch Spaß. Nach einigen Bieren, einer ordentlichen Jause zwischendurch und ein “Gesundheitsschnapserl” für die Verdauung kamen auch die Mama und Johanna auf die Hütte nach.
Was ist das für ein Bröselkäse? Ist das Ziegenkäse? Solche oder ähnliche Fragen muss ich mir bei den gemeinsamen Ponywanderungen über unser “Nationalheiligtum”, den Sauerkäse, immer wieder anhören. Um dieser Sache auf dem Grund zu gehen und natürlich die neuen Käserei auf der Heugathalm von innen zu sehen, baten wir die Sennerin, uns ein wenig in ihre Geheimnisse einzuweihen. Überaus interessant erklärte sie uns die Produktion von verschiedenen Käsesorten und der Almbutter. Die Kinder durften einen Blick in den Käsekessel werfen und das Butterfass in Bewegung setzten. So konnten wir den Weg der Milch von der Kuh bis in den Käsekeller anschaulich verfolgen.
Gestern durften wir die Berufsschule unserer Lehrlinge in Obertrum auch mal besuchen. So konnten wir mal selbst sehen, wovon unsere Lehrlinge immer berichten.
Aber der eigentliche Grund für unseren Besuch war ein anderer: Unser Lehrling Tobias nahm am Landescup für Lehrlinge teil! Sein letzes Berufschuljahr hat er mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen (alles 1er!!!) und daher durfte er an diesem Wettbewerb teilnehmen. Da Tobias eine Doppellehre macht (Koch und Kellner) trat er im Bereich Service am. Am Vormittag ging die Prüfung los und er musste sein Können beim Flambieren, Filetieren, Fachgespräch, Tischdeko, … beweisen. Gegen Mittag war seine Prüfung dann vorbei und Sepp und ich, sowie alle anderen “Chefitäten” oder Eltern wurden mit den verschiedenen Kreationen der Kochlehlinge verwöhnt. Dann stieg die Spannung, denn nach dem Essen fand die Siegerehrung statt. 49 Lehrlinge sind bei diesem Wettbewerb angetreten und unser Tobias holte nicht die Bronzene, auch nicht die Silberne, nein – er gab sich nur mit der GOLDENEN Medaillie zufrieden! Sehr gut gemacht, Tobias. Wir sind stolz auf dich! Und danke, dass wir dabei sein durften. In ein paar Wochen hat er dann die Lehrabschlussprüfung, aber wie wir Tobias kennen, schafft er die mit LINKS. Viel Glück und Alles Gute!