Im Herbst, wenn das Gras auf der Weide zu neige geht, wird auch ein Besuch beim Steinmannbauern “Willi” für die Kinder wieder interessant. Viele Tiere sind schon im Stall vom Willi. Er hat 4 stattliche Kaltblutpferde der Rasse “Noriker” zum Kutschenfahren in den malerischen Talschluss hinein, Pinzgauer Kühe und Kälber, Schweine und Minischweine, Hasen, Katzen und einen verspielten Hund. Aber nicht nur die Tiere sind es, warum die Gäste so gerne einen Besuch beim Willi und seiner Familie machen. Er kann auch viel erzählen - über die Landwirtschaft im Gebirge, Almbewirtung, und natürlich über die Verarbeitung der eigenen Produkte. Käse, Butter, Joghurt und so manch andere leckere Sachen erzeugen seine Damen auf der Alm und in der Hofkäserei. Speck, Wurst, selbstgemachte Schnäpse, Honig fehlen natürlich auch nicht in seinem Hofladen, um nur einen kleine Auszug aus dem Angebot zu bringen. Übrigens - der Hofladen ist für jedermann von Montag bis Samstag nachmittags geöffnet. Und falls wir morgen nicht schon alles aufgekauft haben, lohnt sich ein Besuch sicherlich.
Normalerweise kennen die Einheimischen unser Schigebiet nur im verschneiten Zustand, mit Schiern unter den Beinen. Diesmal mußten wir die mehr oder weniger steilen Hänge zu Fuß meistern. Die Großarler Bergbanhn lud viele Interessierte zu einer “Schigebietbegehung” ein. Ziel war es, mögliche Verbesserungen für unsere Gäste ausmachen zu können. Da wurde diskutiert über Pistenbau, über schifahrerisches Können unserer Schigäste, neue Kinderwiese, Beschneiungstechnik und natürlich Ersatz- bzw. Neubau der einen oder anderen Anlage. Natürlich waren auch Fachmänner dabei, die den einen oder anderen aufklärten, bei welcher Neigung man von einer “Roten” und ab wann man von einer “Schwarzen” Abfahrt spricht. Nach einem anstrengenden aber lehrreichen Nachmittag wurde von allen festgestellt, dass wir die nächste Begehung im Winter machen werden, wenn der Schnee so manches Hindernis verdeckt und für uns die Sache nicht so schweißtreibend ist.
Unsere Kindermädchen Kathrin, Michi und Lilli lassen sich jede Woche tolle Sachen für die großen und kleinen Kinder im Waldhof einfallen. Am Donnerstag haben sie auf unserer Alm übernachtet, Klettern in der großen Halle der Bergwacht war am Plan und die Kinder konnten ihr Geschick beim “Domino-Day” unter Beweis stellen. Lilli durfte dann den ersten Stein umwerfen und fast wären auch alle umgefallen.
Diese Woche stand unter anderem die “Gerstreitalm” auf dem Wanderprogramm. Da der Weg für die kleineren Kinder nicht ganz einfach ist, hatten wir unsere beiden Ponys mit dabei. Damit auch die brav laufen, bekommen sie oben auf der Alm immer eine Belohnung – einen zweistündigen Weidegang im saftigen Almgras. Diesmal hätte ich ihnen aber fast zu viel versprochen. Denn das Gras mussten sie sich erst unterm Schnee ausgraben. Da sie aber gut genährt sind, war es für die beiden nicht so schlimm. Sie hatten einen schönen Zeitvertreib.
Wer fleissig unseren Blog liest, der hat natürlich festgestellt, dass bei uns in den Bergen der Winter Einzug gehalten hat. Einige unserer Gäste sind schon die Tage zuvor von der Loosbühlalm gerodelt. Da sie soviel Spaß hatten, machten wir gleich für alle eine Schlittenfahrt. Im Winter ist beim Hotel Lammwirt immer eine schöne Naturrodelbahn, die wir jede Woche mehrmals besuchen. Also wer hat genügend Schlitten für unsere Gäste. Ab zum Lammwirt. Zuerst hat er an einen Spass gedacht. Aber wir sind gekommen. Tuffi hat die Rodler immer fleißig hochgebracht, und so konnten wir einige schöne Stunden dort verbringen. “Leider” ist nachmittags die Sonne hervorgekommen und hat so nach und nach den ganzen Schnee weggetaut. Wenn jetzt auch noch der Südwind (Föhn) mit den vorhergesagten 16 C° am Wochenbeginn eintrifft, werden wir auf die nächste Schlittenfahrt bis zum Advent warten müssen. Dafür sind die Wanderwege zu den Almen leichter begehbar, und es werden bestimmt noch ein paar schöne Touren möglich sein.
Wer mit mir letzte Woche wandern war, der konnte auf der Maurachalm bei gemütlicher Musik und guter Jause noch die sommerlichen Temperaturen genießen. Alle haben sich vor die Hütte gesetzt, das Panorama auf den Großglockner genossen und geglaubt, so wird es den ganzen Herbst weitergehen. Da der “Rupertischnee” dieses Jahr ausgeblieben war, musste er doch irgendwann kommen. Und so war es auch. Mit leichter Verspätung nicht zum Tage des Hl. Rupert (24.09.) sondern zwei Wochen später. Dafür umso heftiger. Vom Wandern lassen wir uns dennoch nicht abhalten. Wenn die Kachelöfen auf den Hütten schön warm sind und der Schnaps von innen wärmt, ist auch eine Schneewanderung ein tolles Erlebis. Anschließend noch mit dem Schlitten ins Tal, und man hat sich noch den anstrengenden Abstieg erspart. Doch lange wird der frühzeitige Wintereinbruch nicht dauern, für Anfang nächster Woche ist schon wieder warmer Südwind mit bis zu 16 Grad vorhergesagt.