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Klettersteig in Hüttschlag

Nach einer etwas längeren (gipsbedingten) Pause wagte ich vergangene Woche wieder mal den Klettersteig von Hüttschlag. Da ich mir noch nicht ganz sicher war, ob meine Hand mitmacht, nahm ich mir Unterstützung mit. Dieter, ein langjähriger Stammgast aus Kärnten und toller Kletterer, erklärte sich bereit mich zu begleiten. Schon imposant, wenn die hohe Wand sich vor einem auftürmt und ich frage mich immer wieder, warum ich da jetzt rauf soll:-) Aber nach den ersten paar Metern packt mich die Lust, ich vergesse alles um mich herum, genieße die Aussicht, die frische Luft und hab auf einmal schon die Hälfte des Klettersteigs hinter mir. Fast hätte ich sogar aufs Fotografieren vergessen, aber zum Glück hat Dieter auch ein paar Bilder geschossen.

Die “Goldene” für Tobias

Gestern durften wir die Berufsschule unserer Lehrlinge in Obertrum auch mal besuchen. So konnten wir mal selbst sehen, wovon unsere Lehrlinge immer berichten.
Aber der eigentliche Grund für unseren Besuch war ein anderer: Unser Lehrling Tobias nahm am Landescup für Lehrlinge teil! Sein letzes Berufschuljahr hat er mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen (alles 1er!!!) und daher durfte er an diesem Wettbewerb teilnehmen. Da Tobias eine Doppellehre macht (Koch und Kellner) trat er im Bereich Service am. Am Vormittag ging die Prüfung los und er musste sein Können beim Flambieren, Filetieren, Fachgespräch, Tischdeko, … beweisen. Gegen Mittag war seine Prüfung dann vorbei und Sepp und ich, sowie alle anderen “Chefitäten” oder Eltern wurden mit den verschiedenen Kreationen der Kochlehlinge verwöhnt. Dann stieg die Spannung, denn nach dem Essen fand die Siegerehrung statt. 49 Lehrlinge sind bei diesem Wettbewerb angetreten und unser Tobias holte nicht die Bronzene, auch nicht die Silberne, nein – er gab sich nur mit der GOLDENEN Medaillie zufrieden! Sehr gut gemacht, Tobias. Wir sind stolz auf dich! Und danke, dass wir dabei sein durften. In ein paar Wochen hat er dann die Lehrabschlussprüfung, aber wie wir Tobias kennen, schafft er die mit LINKS. Viel Glück und Alles Gute!

Der Kupfergeist spukt im Kopf herum

Da ich immer ein Vorbild für meine Angestellten und im besonderen für meine Lehrlinge sein wollte, habe ich mich zu der Erstbesteigung des neuen Klettersteiges “Kupfergeistes”  in Hüttschlag von unserem Ernst überreden lassen. In einer “guten” Stunde hatten wir 2009 die Wand bezwungen. “Wahrscheinlich hatten wir davon 45 Minuten gefilmt”, habe ich dann zu Hause immer erzählt. Doch es hat nicht lange gedauert, da kamen die bohrenden Fragen von meinen Lehrlingen und Praktikanten, was ich dort oben so lange gemacht hätte. Die zwei Hannes’ und ein paar Freunde hatten die Route in knapp 20 Minuten begangen (mit ausgiebiger Jause dazwischen) und der Rekord würde unter 10 Minuten liegen. So beschloss ich letzte Woche meine Vorbildfunktion wieder ins rechte Licht zu setzen und machte mich auf in Richtung Hüttschlag. Diesmal ohne Begleitung die mich nur “aufhält”. Um 11:00 Uhr bin ich in die Wand eingestiegen und siehe da: wie ich oben war, haben schon wieder fast die Glocken der Kirche vom Bergsteigerdorf Hüttschlag geläutet. Es waren knapp 50 Minuten vergangen! Diesmal konnte ich es aber nicht auf meinen Begleiter schieben, doch wahrscheinlich hatte ich die Zeit beim Fotografieren verloren (oder war es doch der Winterspeck?). Jedenfalls war ich froh und zufrieden oben gut angekommen zu sein, ohne mein Handy für diverse Hilferufe benötigt zu haben. (Versprechen von meinen Leuten: “Chef hast dein Handy dabei, wir holen dich dann raus!”)

Hirschgrubenalm wieder gefahrenlos erreichbar

Es gibt bei uns im Tal der Almen eine Hütte, die ihrem Namen alle Ehre macht. Nein es ist nicht die Buttermilchalm oder die Kasalm, sondern es ist die Hirschgrubenalm im Hüttschlager Talschluß. Für Groß und Klein immer ein lohnenswertes Wanderziel, bieten sich doch unzählige Möglichkeiten die Alm zu erreichen. Für die Gemütlicheren vom Oberneureitbauern aus über den Forstweg oder vom Ort Hüttschlag direkt. Für die etwas Trainierteren gibt es noch den Steig durch den Wald und für die ganz “Fiten”, der Rundweg über die Hubgrundalm-Hühnerkaralm-Aschlreitalm-Hirschgrubenalm.

Nichts für Weicheier

Dass bei uns im Kinderhotel Waldhof auch die größeren Kinder ganz gut aufgehoben sind, hat sich mittlerweilen schon herumgesprochen. Sei es beim einem Kickerturnier gegen seine besten Freunde oder einer Runde Kegeln (Bowling) im benachbarten Hotel Post, Sportsgeist ist beim Wurzl’s Juniorprogramm immer gefragt. Doch nicht nur Sportsgeist, sondern auch eine große Portion Mut gehört dazu, wenn man ohne Mama und Papa auf der hoteleigenen Alm übernachtet. Abendessen am Lagerfeuer grillen, kein Strom in der Hütte und abends zum Toilettengehen alleine raus aus der Hütte. Da hat schon mancher “starke Mann” bei Einbruch der Dunkelheit Bauchschmerzen bekommen und musste vom Wurzlteam abgeholt werden. Klettern ist bei den Kids auch immer ein Hit, doch so richtig professionell auf der Kletterwand der örtlichen Bergrettung mit fachkundiger Sicherung und Anleitung ist schon was anderes. Mit Blick nach oben auf die 7 bis 8 m entfernte Decke geht’s dann die verschiedenen Schwierigkeitsgrade hinauf. Beim ersten Blick nach unten verlassen so manchen dann die Kräfte und man hört immer wieder den einen Wunsch: “Ich will nach unten!” Gott sei Dank hat unser Bergrettungsmann Sepp und Anja Gruber vom Erlenhof , die gerade die Ausbildung zum Jugendbetreuer des Alpenvereins absolvert, alles bestens im Griff und so ist es für alle Kids immer wieder eine Grenzerfahrung mit leeren “Akkus” in der Wand hängen zu bleiben und sich auf ihren Sicherungspartner verlassen zu müssen.


Herrfred, der Murmel von der Kreealm

Als wir gehört haben, dass es auf der Kreealm “Bichlhütte” ein noch zahmeres Murmeltier wie unsere Sissi und den Franz gibt, mussten wir natürlich gleich eine Wanderung dorthin unternehmen. Die Kreealm lohnt sich in mehrerer Hinsicht, um sie zu besuchen. Mit etwas Glück, dass wir auch hatten, konnten wir einige Gemsen und ein paar Stück Rotwild bei der “Äsung” (fressen) beobachten und oben war dann natürlich das Murmeltier “Heerfred” der Star bei den Kindern. Auf den Armen der Sennerin Claudia fühlt er sich auch ganz sicher, doch ein wenig geheuer waren ihm die vielen Kinder dann doch nicht. Aber es gibt noch einen so schönen Spielplatz auf der Kreealm mit Kaulquappenteich und Kletterhaus, das war dann gleich wieder interessanter und “Heerfred” konnte in Ruhe seine Belohnung genießen.


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