Zuerst möchten wir uns bei allen Gästen bedanken, die immer so fleißig unsere Blogbeiträge lesen! Seit dem letzten Beitrag sind ein paar Tage vergangen, doch wir hatten ja geschlossen und uns auch etwas Urlaub gegönnt
Aber wir haben die Zwischensaison nicht nur zum Faulenzen genützt – nein auch wir müssen uns mal weiterbilden:
Unsere Kindermädchen waren auf verschiedenen Schulungen in ganz Österreich unterwegs und sind mit vielen neuen Ideen zurückgekommen.
Wer sich beim Wandern wundert, warum so wenige Wildtiere anzutreffen sind, dem muss ich einen alten Spruch ans Herz legen: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Genau diesem Spruch haben auch wir uns angenommen und sind letzte Woche mal ganz früh aufgestanden. Ganz früh ist für mich 03:00 Uhr, normalerweise geht um diese Uhrzeit ein Wirt oft erst ins Bett, aber diesmal habe ich schweren Herzens das kuschelige Bett verlassen. Wie kalt wird es heute werden? Klarer Himmel, 7°C am Außenthermometer – das ist sehr kalt. Also rein in die lange Unterhose und dicke Lodenjacke und auf zur Hahnenbalz. Großteils ist die Balz schon vorbei, doch an manchen Stellen kann man sein Glück noch versuchen. Um kurz vor 04:00 Uhr waren wir an der besagten Stelle und höre da, der erste Hahn begann schon kurz darauf sein Balzritual. Hören konnten wir ihn gut, doch zwischen den Fichten sehen, das war eine schwierigerer Aufgabe. Der Hahn gab sich nicht zu erkennen. Etwas später gesellte sich noch ein zweiter in den Chor dazu und wir versuchten ein paar Bäume weiter unser Glück. Auch den konnten wir am Baum nicht erspähen und so blieb uns nichts übrig, als bei einer kleinen Lichtung zu hoffen, dass einer der beiden die Bodenbalz anstimmt. Knappe 2 Stunden später war es dann endlich so weit: Ganz überraschend kam einer der beiden auf unseren Schirm ganz aufgebracht zugeschritten. Vor lauter Schreck konnten wir die Kamera nicht mehr bewegen, so nah war er da. Doch zum Glück stellte er sich später doch noch ordentlich ins Bild, damit wir auch ein schönes Andenken von ihm mitbringen konnten.
Da der Morgen so erfolgreich war, suchten wir noch die Hochalm auf, in der Hoffnung nun auch noch den kleinen Hahn bei der “Sonnenbalz” zu erspähen. Auch diesmal war das Glück auf unserer Seite und ein Hahn zeigte sich am Baumwipfel für die Linse. Zufrieden mit unseren Erlebnissen machten wir uns dann auf den Weg nach Hause.
Im Sommer ist das Großarltal mit seinen vielen bewirtschafteten Almen bekannt. Aber wer von euch weiss, dass auch im Winter eine Alm geöffnet hat? DieSaukaralmist ein beliebtes Ausflugsziel für jene, die auch mal einen Tag nicht auf der Piste verbringen wollen. Wie wäre es mal mit einem Tag auf der höchstgelegenen Alm im Grossarltal? Langlaufen, Schneeschuhwandern, Rodeln, Winterwandern, Schitouren gehen, die Aussicht über die verschneite Bergwelt genießen, … die Möglichkeiten auf der Saukaralm sind fast unbegrenzt! Auch wir haben uns einen freien Nachmittag gegönnt, die Rodel geschnappt und machten uns auf den Weg zur Saukaralm. Sepp Knapp, der Hüttenwirt, verwöhnte uns mit Köstlichkeiten (Apfelstrudel, Topfensturdel, Glühwein, …) und mit der Rodel ging es dann rasant talwärts. Ein Spass für Gross und Klein!
Immer wieder werde ich bei meinen Wanderungen gefragt: Wie bekommt Ihr das Holz aus dem Wald? Mit dem Pferd, von Hand, oder mit dem Hubschrauber? Als wir vom Familienhotel Waldhof gestern noch zum Abschluss der Almsaison auf die Maurachalm gewandert sind, hatten wir die Möglichkeit den Holzarbeitern über die Schulter zu schauen. Für die Kinder und natürlich auch für die Erwachsenen war es ein interessantes Erlebnis, wie die Baumstämme den Berg heraufgezogen wurden. Oben angekommen wartete schon der Bagger mit dem Prozessor, und es gab kein Entrinnen mehr. Die Stämme wurden automatisch “entastet” und entsprechend “abglängt”. Danach werden sie dann vom LKW abtransportiert.
Nach reichlicher Stärkung und gemütlicher Hausmusik traten wir dann wieder den Heimweg an. Vielen dank an die Familie Gschwandtl für die gute Bewirtung und musikalischen Darbietungen während des Sommers auf Ihrer Alm und natürlich an alle anderen Almbauern, die immer eine warme Stube und Verpflegung für müde Wanderer bereit hielten.
Es gibt bei uns im Tal der Almen eine Hütte, die ihrem Namen alle Ehre macht. Nein es ist nicht die Buttermilchalm oder die Kasalm, sondern es ist die Hirschgrubenalm im Hüttschlager Talschluß. Für Groß und Klein immer ein lohnenswertes Wanderziel, bieten sich doch unzählige Möglichkeiten die Alm zu erreichen. Für die Gemütlicheren vom Oberneureitbauern aus über den Forstweg oder vom Ort Hüttschlag direkt. Für die etwas Trainierteren gibt es noch den Steig durch den Wald und für die ganz “Fiten”, der Rundweg über die Hubgrundalm-Hühnerkaralm-Aschlreitalm-Hirschgrubenalm.