Im Sommer ist das Großarltal mit seinen vielen bewirtschafteten Almen bekannt. Aber wer von euch weiss, dass auch im Winter eine Alm geöffnet hat? DieSaukaralmist ein beliebtes Ausflugsziel für jene, die auch mal einen Tag nicht auf der Piste verbringen wollen. Wie wäre es mal mit einem Tag auf der höchstgelegenen Alm im Grossarltal? Langlaufen, Schneeschuhwandern, Rodeln, Winterwandern, Schitouren gehen, die Aussicht über die verschneite Bergwelt genießen, … die Möglichkeiten auf der Saukaralm sind fast unbegrenzt! Auch wir haben uns einen freien Nachmittag gegönnt, die Rodel geschnappt und machten uns auf den Weg zur Saukaralm. Sepp Knapp, der Hüttenwirt, verwöhnte uns mit Köstlichkeiten (Apfelstrudel, Topfensturdel, Glühwein, …) und mit der Rodel ging es dann rasant talwärts. Ein Spass für Gross und Klein!
Der Herbst ist ins Land gezogen und die sonnigen Tage dieser Woche trieben uns vom Kinderhotel Waldhof wieder hinaus in die Natur. Ein abwechslungsreiches Familienwanderprogramm stand für unsere großen und kleinen Gäste bereit. Am Montag erklomm unser Ernst mit Hilfe von Tuffi (er verkürzte den Aufstieg auf ein kindererträgliches Mass) den Saukarkopf, einen der schönsten Aussichtsberge im Tal. Am Dienstag ging es zum Grillen in den Nationalpark und am Mittwoch begleiteten uns die beiden Isländerponys wieder einmal auf die Igltalalm. Heute waren wir zum ersten Mal in diesem Jahr auf unserer Höllinghütte zur Kaiserschmarrnparty. Kaiserschmarrnparty, was ist denn das, werden sich einige fragen? Am Vormittag wird unser treuer Tuffi gestartet, damit er die kleinen und großen Wanderer ein Stück bergwärts bringt. Nach kurzer Wanderung erreichen wir die Höllingalm. Auf 1.650 m Seehöhe bereite ich persönlich den leckeren Kaiserschmarrn nach Wunsch zu. Mit oder ohne Rosinen, einen Schuss Rum oder ganz Natur, wie es jedem am Besten schmeckt. Mit vollen “Bäuchen” und wunderschönen Eindrücken brechen wir am frühen Nachmittag wieder zum Abstieg auf.
Als wir gehört haben, dass es auf der Kreealm “Bichlhütte” ein noch zahmeres Murmeltier wie unsere Sissi und den Franz gibt, mussten wir natürlich gleich eine Wanderung dorthin unternehmen. Die Kreealm lohnt sich in mehrerer Hinsicht, um sie zu besuchen. Mit etwas Glück, dass wir auch hatten, konnten wir einige Gemsen und ein paar Stück Rotwild bei der “Äsung” (fressen) beobachten und oben war dann natürlich das Murmeltier “Heerfred” der Star bei den Kindern. Auf den Armen der Sennerin Claudia fühlt er sich auch ganz sicher, doch ein wenig geheuer waren ihm die vielen Kinder dann doch nicht. Aber es gibt noch einen so schönen Spielplatz auf der Kreealm mit Kaulquappenteich und Kletterhaus, das war dann gleich wieder interessanter und “Heerfred” konnte in Ruhe seine Belohnung genießen.
Es gibt sie noch, die geschützten Blumen unserer Berge. Man muss nur wissen, wo sie zu finden sind. Hätte mich wer gefragt, wo kann man den Türkenbund sehen, wäre als Antwort wohl das Schödertal im Nationalpark Hohe Tauern oder am Jägersteig im Pitzach (Hochalmgebiet unterm Glaserer) gekommen. Doch bei meiner letzten Wanderunge auf die Arlspitze und dem Schuhflicker haben wir den Rückweg über den Lichtensteinkopf angetreten. Als wir am Kreuz eine Rast einlegten und den Blick nach Großarl genosssen, hatten wir auch den seltenen Türkenbund enteckt. Ein paar Meter weiter ist Richtung Aualm blühte auch noch der Enzian. Nicht der, den alle kennen, sondern der gelbe aus dessen Wurzel der Enzianschnaps gemacht wird. Nach so einer “naturnahen” Wanderung haben wir uns die Rast auf der Aualm gegönnt. Die Kinder konnten sich auf dem tollen Spielplatz vergnügen und ich freute mich auf meine Käsejause, die hier besonders lecker ist.
Heute vormittag haben wir 3 Mädels (Johanna, Katharina und ich) das herrliche Wetter genützt und machten eine kurze Wanderung. Direkt hintem Kinderhotel Waldhof beginnt der “Richtersteig”, ein wunderschöner Wanderweg durch Wald und Wiesen. Beim morgendlichen “Nordic Walking” mit unseren Gästen habe ich dort schon öfters Walderdbeeren entdeckt. Und diese wollten wir heute pflücken. Da es sich um eine “lange Wanderung” handelt (ca. 15 Minuten) musste natürlich auch ein Rucksack mit einer Stärkung mit.
Den ganzen Weg entlang fanden wir vereinzelt Walderdbeeren und die schmeckten lecker!!
Diese Woche stand unter anderem die “Gerstreitalm” auf dem Wanderprogramm. Da der Weg für die kleineren Kinder nicht ganz einfach ist, hatten wir unsere beiden Ponys mit dabei. Damit auch die brav laufen, bekommen sie oben auf der Alm immer eine Belohnung – einen zweistündigen Weidegang im saftigen Almgras. Diesmal hätte ich ihnen aber fast zu viel versprochen. Denn das Gras mussten sie sich erst unterm Schnee ausgraben. Da sie aber gut genährt sind, war es für die beiden nicht so schlimm. Sie hatten einen schönen Zeitvertreib.